Behandlung bei KOPFSCHMERZEN
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Das Symptom (= Krankheitszeichen) "Kop fschmerzen" tritt bei vielen Krankheiten auf. Die jeweilige Schmerzbehandlung wird beschrieben. (Zu den einzelnen Krankheiten führen Sie die Links)
Kop fschmerzen werden in drei Hauptgruppen eingeteilt:
1.
Primäre Kopfschmerzen:
Dieser Begriff bezeichnet
Kop
fschmerzen,
die nicht als Krankheitszeichen auf eine faßbare organische oder psychische
Grundkrankheit zurückzuführen sind. Sie gelten als eigenständige
Schmerzkrankheiten, die im Gegensatz zu den symptomatischen
(= als Folge einer bekannten
Krankheit auftretender)
Kop
fschmerzen
nicht kausal (= ursächlich, gegen die Grundkrankheit gerichtet)
behandelt werden können (Soyka 1989).
1.1
Migräne:
Bei der M
igräne
treten in typischer Weise anfallsartige,
bevorzugt halbseitige
Kop
fschmerzen
(Hemicrania)
auf, begleitet von Übelkeit bis hin zu Erbrechen, Lärm- und
Lichtempfindlichkeit. Darüber hinaus kann es zu Seh- und
Nervenstörungen
kommen. Fast regelmäßig wird die Schmerzqualität als pulsierend, pochend und
hämmernd angegeben.
Behand
lung
der M
igränekopfschmerzen:
Zunächst muß der Patient eingehend über die
Migräneerkrankung
aufgeklärt und über die Möglichkeiten zur
Behand
lung
informiert werden. Auf anamnestisch
(= aus der Vorgeschichte) eruierte
auslösende Faktoren (z.B. Schokolade, Käse, Rotwein) sollte besonders
eingegangen werden. Hinweise auf eine vernünftige Lebensweise sind hilfreich, so
z.B. regelmäßige Ruhezeiten, maßvolle körperliche Aktivitäten, möglichst
Verzicht auf Alkohol und Nikotin und Vermeidung von Streßsituationen.
Behandlung
des akuten
Migräneanfall
s:
Ganz wichtig ist der Hinweis, daß
Analgetika (=
Schmerzmittel) möglichst
frühzeitig einzunehmen sind, d.h., der Patient darf nicht abwarten, bis das
Vollbild der M
igränekopfschmerzen eingetreten ist, sondern die
Medikamenteneinnahme soll schon bei den ersten Anzeichen erfolgen. Als Mittel
der ersten Wahl gilt noch immer die Einnahme von Acetylsalicylsäure
(ASS)(z.B. Aspirinâ
) 1-1,5 g. Bei ungenügender Wirkung von ASS empfiehlt sich ein Versuch mit
Paracetamol (z.B. ben-u-ronâ
), 1-1,5 g (in Form von Tbl., Saft oder Zäpfchen). Nichtsteroidale
Antirheumatika (z.B. Naproxen, Diclofenac, Ibuprofen) sind gegen
Migräne ebenso
wirksam wie ASS bei vergleichbarer oder geringerer Nebenwirkungsrate. Bewährt
hat sich zur Behand
lung
stärkerer
Migränekopfschmerzen
auch die Kombination von 1g ASS mit 1g Paracetamol. Auch ein Therapieversuch mit
Metamizol (z.B. Novalginâ
) ist manchmal lohnend.
Ein potentes
Migränemittel der
Serotoninagonist (=
Mittel, das dem Gewebshormon Serotonin entgegenwirkt)
Sumatriptan (Imigran®). Initiale Dosierung: 100mg zum Einnehmen oder 6mg
unter die Haut gespitzt. Bei Wiederauftreten von
Kop
fschmerzen
maximal zwei Verabreichungen in 24 Std. Häufiger wurde über ernstzunehmende
Nebenwirkungen berichtet, auch in den Medien. Bei Beachtung der
Anwendungsbeschränkungen kann das Verhältnis von Wirksamkeit und Verträglichkeit
jedoch als günstig angesehen werden (Tfelt-Hansen 1993). Wegen des
relativ hohen Preises dürfte Sumatriptan (gilt auch für andere Triptane)
allerdings erst dann zum Einsatz kommen, wenn andere
Migränemittel nicht
den gewünschten Erfolg bringen.
Zwischenzeitlich gibt es weitere Triptane: Zolmitriptan (AscoTop 2,5®,)
Naratriptan (Naramig®), Rizatriptan (Maxalt®),
Almotriptan (Almogran®), Frovatriptan (Allegro®) und Eletriptan
(Relpax®). Zur Behand
lung
der hemiplegischen, ophthalmoplegischen oder
Basilarismigräne sind Triptane allerdings
nicht geeignet.
Ergotaminpräparate sind klassische Pharmaka zur Kupierung eines
Migräneanfall
s, wegen der möglichen Nebenwirkungen jedoch nicht ganz
unproblematisch. Die Gefahr einer Gewöhnung und Auslösung von zusätzlichen
Dauerkopfschmerzen
steigt mit zunehmender Einnahmehäufigkeit. Aus diesem Grunde sollten pro Woche
nicht mehr als 6mg Ergotamintartrat und pro
Migräneattacke
nicht mehr als 4mg eingenommen werden (Göbel, Ensink et. Soyka
1994).
Grundsätzlich gilt auch hier, daß bei
Migränekopfschmerzen
die Verwendung von Mischpräparaten (z.B. Ergotamintartrat mit Koffein oder
Prophyphenazon, Codein, Paracetamol usw.) strikt vermieden werden soll. Auf
dieser Therapiestufe kann auch Dihydroergotamin (Hydergin®) i.m. (= in den Mus
kel)
oder ganz langsam i.v.
(= in eine Blutader)
versucht werden (1-1,5mg).
Besonders bei ausgeprägten vegetativen M
igräne -Begleiterscheinungen hat sich die zusätzliche Gabe von 1-2 mg
Flunitrazepam (Rohypnol®) (= ein Schlafmittel) sehr
bewährt, auch unter dem Aspekt,
Schmerzmittel einzusparen, zumal die Patienten in dieser Situation ohnehin
das Bedürfnis haben, sich hinzulegen.
Werden die M
igränekopfschmerzen von Nausea
(= Übelkeit, Brechreiz)
und Erbrechen begleitet (evtl. auch schon vor dem erwarteten Auftreten dieser
Symptome), ist die Verabreichung von Metoclopramid (Paspertin®) sehr
wirksam, zum Einnehmen oder als Zäpfchen bis zu 20mg, i.m. oder i.v. 10mg.
Metoclopramid sollte nicht an Kinder unter 10 Jahren verabreicht werden. Es ist
vorteilhaft, diese Substanz vor einem
Analgetikum (=
Schmerzmittel)
einzunehmen, weil Metoclopramid die Darmtätigkeit steigert und somit die
Resorption (= Aufnahme im Darm) weiterer verabreichter Substanzen fördert. Alternativ kann auch der
Dopamin-Antagonist Domperidon (Motilium®) verwendet werden, Tabletten oder
Tropfen bis zu 30mg.
Unter stationären Bedingungen, denkbar auch in einem separaten Raum innerhalb
einer Praxis, hat sich bei M
igräne die Verabreichung einer Infusion
(500ml Kochsalzlösung) mit 1g ASS (Aspisol®) kombiniert mit 10mg Metoclopramid
(z.B. Paspertin®) und 1-2mg
Flunitrazepam (z.B. Rohypnol®) sehr bewährt, bei heftigen Schmerzen
zusätzlich 50-100mg Tramadol (z.B. Tramal®).
Die
therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel bzw.
Lokalanästhetika) ist im bereits
voll entwickelten akuten
Kopfschmerzanfall
zur Behand
lung
wenig hilfreich. Allerdings kann bei frühzeitiger Durchführung die Symptomatik
in vielen Fällen abgeschwächt werden, so daß oftmals
Analgetika
(=
Schmerzmi
ttel) gar nicht oder in weit geringerer Dosierung als sonst üblich eingenommen
werden müssen.
Wir blockieren vorzugsweise mit Bupivacain 0,5% die Ner
ven supraorbitales
(=
Ner
ven
an der Augenbraue) (je ca. 0,5ml),
occipitales major (=
Nerven
am
Hinterkopf
bzw.
Hinterhaupt) (je ca. 1ml) und minor (je ca. 0,5-1 ml) und infiltrieren den
Schläfenbereich
beiderseits (je ca. 1-2ml). Obwohl die M
igränkopfschmerzen meist nur einseitig auftreten, hat es sich
bewährt, diese
Schmerztherapie
nicht nur auf die aktuell betroffene Kopfhälfte zu beschränken.
Wenn heftige M
igräneanfälle gehäuft (mehrmals pro Woche)
auftreten, sind im Rahmen einer
stationären Schmerzbehandlung
schmerzseitige
Blockaden (=
Betäubungen) des
Ganglion stellatum (= eine vegetative Schaltstelle im seitlichen
Halsbereich)
in engmaschiger Abfolge sehr hilfreich.
Arten die Kop
fschmerzen
in einen Status migraenosus
(= länger als 72h anhaltender
Migräneanfall)
aus, so ist dies eine Indikation
(= Anzeige)
zur stationären Aufnahme.
Bewährt hat sich die mehrmalige (2-3x in 24 Std.) Verabreichung von 1-2mg
Flunitrazepam (z.B. Rohypnol®), initial zusammen mit 40mg Prothipendyl (z.B.
Dominal forte®), sowie eine Tropfinfusion mit 100 mg Tramadol, 1g Aspisol® und
10-20mg Metoclopramid. Bei anhaltendem Erbrechen sollte mit der Gabe von
Dehydrobenzperidol (z.B. 2,5 mg i.m.) nicht gezögert werden.
Allgemeinmaßnahmen im M
igräneanfall bestehen in Reizabschirmung
(ruhiges und verdunkeltes Zimmer).
Migräneprophylaxe
(=
Migränevorbeugung):
Nicht immer sind die Patienten
bereit, auch im schmerzfreien Intervall konsequent Medikamente einzunehmen, so
daß oftmals eine ausführliche Aufklärung erforderlich ist. Eine
Migränevorbeugung
sollte nur dann erfolgen, wenn eine
Migräneattacke
mindestens zwei mal pro Monat auftritt. Nach Göbel und Soyka
(1994) ist die Indikation auch gegeben, wenn im bisherigen Verlauf mindestens
zweimal ein Status migraenosus, eine prolongierte
(= verlängerte) Aura oder einmalig ein migränöser Infarkt (Hirninfakt)
(= Gewebszerstörung
in bestimmten Hirnbereichen infolge von Sauerstoffmangel) aufgetreten sind.
Als Mittel der ersten Wahl gelten Beta-Rezeptorenblocker
(= eigentlich Blutdruckmittel, die aber auch gegen
M
igräne
wirken). Allerdings haben nicht alle
Substanzen aus dieser Gruppe eine vorbeugende Wirkung auf die M
igräne. Relativ sicher wirken Propanolol und Metoprolol (Diener
1989); beide Substanzen werden langsam einschleichend dosiert. Die tägliche
Höchstdosierung für Metoprolol (z.B. Beloc®) beträgt 200mg, für Propanolol (z.B.
Dociton®) 240mg. Bei Ausbildung nicht tolerierbarer orthostatischer
(= den Kreislauf
betreffende) Störungen oder einer
Bradykardie (= zu
langsamer Puls) muß die
Behand
lung
abgebrochen werden (ausschleichend). In der Einschleichphase müssen daher
regelmäßige Puls- und Blutdruckkontrollen durchgeführt werden. Die Wirkungsweise
der Beta-Blocker in Bezug auf M
igränkopfschmerzen ist noch nicht sicher
bekannt.
Zur Intervallbehandlung beim
Migränekopfschmerz
eignen sich auch Kalzium-Antagonisten
(= ein Mittel das der Wirkung von Kalzium entgegenwirkt).
Flunarizin (Sibelium®) sollte aufgrund einer Bewertung durch das
Bundesgesundheitsamt nur bei Patienten eingesetzt werden, die unter häufigen und
schweren M
igräneanfällen leiden und bei denen eine
Behand
lung
mit Beta-Blockern kontraindiziert
(= gegenangezeigt)
ist bzw. keine ausreichende Wirkung gezeigt hat. Nach einer Studie hat sich
Cyclandelat (Natil®) zur
Schmerzprophylaxe
nicht bewährt.
Eine weitere Prophylaxemöglichkeit (3. Wahl) bei M
igränekopfschmerzen besteht in der
Behand
lung
mit Serotonin-Antagonisten
(= Mittel, die dem Gewebshormon
Serotonin entgegenwirken).
Pizotifen (Sandomigran®) hat einen hemmenden
Effekt auf die Serotonin-Freisetzung im Anfangsstadium der M
igräne. Lisurid (Cuvalit®), ein Ergotamin
-Derivat, ist ein Serotonin -Partialantagonist. Die Tagesdosis beträgt 0,075 mg.
Im Gegensatz zu anderen Autoren (Soyka 1989) wird diese Substanz bei uns
kaum verwendet, da bisherige Therapieversuche nicht überzeugt haben.
Zur
Kopfschmerzprophylaxe
bei der sog. menstruellen
(= regelbedingten) M
igräne
soll Sulpirid (Dogmatil®) hilfreich sein (Thoden 1986). Göbel und
Soyka (1994) empfehlen eine "Kurzzeitprophylaxe" mit 250-500 mg Naproxen,
vier Tage vor der erwarteten Regel bis drei Tage danach.
Das Derivat der Lysergsäure, Dihydroergotamin (Hydergin®) ist zur Vorbeugung von
Migränekopfschmerzen
umstritten. So wird es z.B. in anglo-amerikanischen Ländern dafür nicht
verwendet.
Zur
Migränevorbeugung
soll auch das Antiepileptikum
(= Mittel gegen die Fallsucht)
Gabapentin (Neurontin®) eingesetzt werden können.
Wenn die Anfälle gehäuft (z.B. mehrmals pro
Woche) auftreten und andere vorbeugende Medikamente (z.B. Beta-Blocker) nicht
greifen, ist nach unserer Erfahrung zur
Migränebehandlung
auch die
therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel bzw.
Lokalanästhetika) lohnend,
besonders wenn sie über 2-3 Wochen unter stationären Bedingungen 2x täglich
konsequent durchgeführt wird (Le
eser
et He
fermann,
Schmerzkl inik Bad Mergen
theim 1990).
Dabei betäuben wir, wie zur Akutbehandlung schon beschrieben, die das Kranium
(= den knöchernen
Schädel) versorgenden
Nerven
an ihren Austrittspunkten. Ergänzt wird die
Schmerzbehandlung
durch tiefe Infiltration der oft verspannten, an die
Halswirbelsäule
angrenzenden
Muskulatur.
Die Wirkungsweise dieser
Behand
lung
ist bei M
igränekopfschmerzen nicht geklärt, vermutlich kommt es zu einer
tiefgreifenden neurovegetativen Umstimmung.
Diese Wirkungsvorstellung ähnelt sehr dem neuraltherapeutischen Konzept,
allerdings mit dem Unterschied, daß statt
Procain das langwirkende örtliche Betäubungsmittel
Bupivacain verwendet wird.
Ergänzende Methoden
zur
Migränetherapie:
Meist werden die folgenden Methoden
ergänzend eingesetzt, d.h. als Monotherapie
(= alleinige Behandlung)
ist die Wirkung in der
Migränebehandlung
in der Regel nicht ausreichend.
Eine der klassischen Indikationen für die
Akupunktur sind M
igränkopfschmerzen. Es dominieren
Nadelpunkte auf dem Gallenblasen-Meridian, so z.B. die Punkte 3, 17, 40 und 43,
zusätzlich das Lenkergefäß 25 in der Mitte der
Nase
nwurzel (Kossmann et al. 1986). Es sei darauf hingewiesen, daß
auch für die Behand
lung
der M
igräne mit
Schmerzakupunktur
(noch) keine wissenschaftlich exakten Ergebnisnachweise vorliegen.
Die transkutane Nervenstimulation mittels Niederfrequenzgenerator über
Klebeelektroden (TENS) kann bei
Migränekopfschmerzen,
wenn sie bei den ersten Anzeichen einer
Migräneattacke
durchgeführt wird, durchaus eine Linderung der Beschwerden herbeiführen,
manchmal sogar den Ausbruch einer Attacke verhindern.
Bei vielen Migränepatienten fällt auf, daß auch im schmerzfreien Intervall die
an die Halswir
belsäule angrenzende Mus
kulatur, teilweise auch die
Schulter
muskulatur
verspannt ist. In diesen Fällen hat sich die Verordnung von physikalischen
Behand
lung
en (Fango, Massagen, Kältebehandlung) und Krankengymnastik als ergänzende
Behand
lung
bewährt. Manchmal kann auch durch eine manuelle Lymphdrainage im
Kopf
-/Halsbereich eine deutliche Linderung der M
igränkopfschmerzen erzielt werden.
Zu erwähnen wäre bei M
igräne auch die Hydrotherapie in
Form von Wechselbädern der
Extremitäten
(=
Arme,
Beine)
und/ oder Kneippschen Güssen. Wahrscheinlich
beruht der oft zu beobachtende positive Effekt auf einer neurovegetativen
Umstimmung im Sinne eines ganzheitlichen Behandlungsansatzes.
Bewährt hat sich auch
Biofeedback (=
Registrierung und Rückmeldung bioelektrischer Signale).
Auch
psychologischen Interventionen können M
igränekopfschmerzen lindern:
hauptsächlich Entspannungstechniken, Streß- und/oder
Schmerzbewältigungstraining.
1.2
Cluster-Kopfschmerzen:
Synonyme (=
weitere Bezeichnungen) für diese
eigenständige, von der Mig
räne und der
Trigeminusneuralgie abzugrenzende Kopfschmerzart sind:
Erythroprosopalgie,
Bing-Horton-Kopfschmerz,
zil
iare
Neuralgie
und N. petrosus-
Neuralgie.
Hauptsymptom
(= vorherrschendes Krankheitszeichen)
ist der streng einseitig, in aller Regel periorbital
(= um das Auge herum)
oder frontotemporal
(= Sti
rn-/Schläfenbereich
betreffend) in Attacken und
vorwiegend nachts auftretende Schmerz von unerträglicher Intensität und einer
durchschnittlichen Dauer bis zu wenigen Stunden.
Behandlung
bei
Clusterkopfschmerz:
Ein statistischer Erfolgsvergleich
unterschiedlicher Therapiemaßnahmen wird durch die Tatsache erschwert, daß der
Cluster-Kopfschmerz
meist schubartig verläuft, d.h. monatelange, in Ausnahmefällen sogar jahrelange
schmerzfreie Intervalle kennzeichnen diese Kopfschmerzform. Wie bei den anderen
primären (= nicht auf
eine andere Krankheit zurückzuführende)
Kop
fschmerzen
ist es auch bei
Cluster-Kopfschmerzen
oftmals erforderlich, die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten nacheinander
auszutesten, um die optimale herauszufinden.
Behandlung
der akuten
Clusterkopfschmerzen:
Wegen der häufig kurzzeitigen
Attackendauer kommt meist nur eine
Behand
lung
zur Anwendung, die innerhalb weniger Minuten wirken kann. Orale
(= Tabletten, Tropfen)
und rektale (=
Zäpfchen) Verabreichung von z.B.
Ergota
min ist daher nur bei längerer Anfallsdauer
sinnvoll. Die Einatmung von reinem Sauerstoff über Maske ist eine
bewährte Behand
lung
zur Kupierung des Anfalls. Die Verabreichung über eine Nasensonde ist meist
nicht ausreichend. Diese Methode hat den Vorteil, daß entsprechende Geräte zum
häuslichen Gebrauch auf Kosten der Krankenkassen verordnet werden können.
Im Gegensatz zur akuten M
igräneattacke sprechen akute
Clusterschmerzen in
der Regel auf die
therapeutischen Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw.
Lokalanästhetika) an. Bewährt hat
sich die Betäubung der schmerzseitigen Ner
ven supraorbitalis (ca. 1 ml),
supratrochlearis (ca. 0,5ml), jeweils am zugehörigen Austrittspunkt, und die
großzügige flächenhafte Infiltration des dominanten Schmerzareals im Stirn-
/Schläfenbereich. Bei Schmerzausstrahlungen in den
Oberkiefer muß der
Infraorbitalis-Nerv ebenfalls blockiert werden (1-2ml). Das
Lokalanästhetikum
(= örtliches
Betäubungsmittel) der ersten Wahl ist
bei uns das langwirkende Bupivacain 0,5% (z.B. Carbostesin®). In hartnäckigen
Fällen führen wir diese
Behand
lung
bei einem
Clusterschmerz mit
gutem Erfolg konsequent 2 bis 3 mal täglich durch, auch an Wochenenden, was
jedoch nur unter stationären Bedingungen durchführbar ist. Auch wiederholte
Betäubungen des
Ganglion stellatum
(= eine vegetative Schaltstelle
im seitlichen Halsbereich) mit einem
langwirkenden örtlichen Betäubungsmittel können bei
Cluster-Schmerzen
sehr hilfreich sein.
Empfohlen wird auch eine nasale Instillation
(= in die Nase eingebracht)
von 1 ml 4%iges Lidocain (Xylocain®)
(= ein mittellang wirkendes örtliches Betäubungsmittel)
bei 45 Grad rekliniertem und 30-40 Grad zur betroffenen Seite rotiertem Kop
f (Pfaffenrath 1988).
Wirksam ist beim
Cluster-Schmerz
auch Ergota
min.
Nachteilig ist, daß sich bei häufigem Gebrauch ergotaminbedingte
Dauerkopfschmerzen
ausbilden können. Wegen des schnellen Wirkungseintrittes kann auch
Dihydroergotamin (Hydergin®) i.m. (i.v.) gegeben werden (1-2mg), evtl.
kombiniert mit 1g Metamizol (z.B. Novalgin®).
Das
Migränemittel
Sumatriptan (Imigran®, bzw. auch andere Triptane) ist auch bei
Clusterschmerzen
sehr wirksam, insbesondere unter die Haut gespritzt (6 mg)(auch mit Autoinjektor
vom Patienten selbst injizierbar), ansonsten 100mg oral
(= durch den Mund).
Bei Wiederauftreten von
Schmerzen maximal
zwei Verabreichungen in 24 Std. Häufiger wurde über ernstzunehmende
Nebenwirkungen berichtet, auch in den Medien. Bei Beachtung der
Anwendungsbeschränkungen kann das Verhältnis von Wirksamkeit und Verträglichkeit
jedoch als günstig angesehen werden (Tfelt-Hansen 1993).
Wegen des relativ hohen Preises dürfte Sumatriptan (und andere Triptane)
allerdings erst dann zum Einsatz kommen, wenn andere Maßnahmen nicht den
gewünschten Erfolg bringen.
Prophylaktische
(= vorbeugende) Behandlung der
Clust
erkopfschmerzen:
Als Mittel der Wahl gilt der
Calcium-Antagonist Verapamil (z.B. Isoptin®). Dosierung: bis zu 3-4x 80
mg pro Tag, in der ersten Woche einschleichend. Der Wirkungsmechanismus von
Verapamil bei Clust
ekopfschmerzen ist unbekannt.
Neue Dosierung: In hartnäckigen Fällen wird Verapamil zur Clusterbehandlung
mit gutem Erfolg sehr viel höher dosiert: bis 500 mg/Tag (und mehr),
initial (= zu
Anfang) unter ständiger Blutdruck-
und Pulskontrolle.
Als Mittel der 2. Wahl kann bei einem
Clusterkopfschmerz
Lithium empfohlen werden (z.B. Hypnorex®, Quilonum®). Lithium soll
bereits unterhalb des empfohlenen Serumspiegels bei Clust
ekopfschmerzen wirksam sein.
In hartnäckigen Fällen und unter strenger Abschätzung des therapeutischen
Risikos im Verhältnis zu einem möglichen Nutzen, kann eine Kortikoidbehandlung
versucht werden, z.B. mit Prednisolon®. Empfohlene Dosierung: 1-4. Tag 80mg, 5-
8 Tag 70mg, dann jeweils nach 4 Tagen die Dosierung um weitere 10mg reduzieren.
Der Serotonin-Antagonist Methysergid (Deseril ret.®)
(= ein Mittel, das dem
Gewebshormon Serotonin entgegenwirkt)
kann auch zur Prophylaxe von Clust
erkopfschmerzen
verwendet werden.
Teilweise wird empfohlen, zur Prophylaxe regelmäßig täglich Ergota
min zu verabreichen. Wegen der
Gewöhnungsgefahr
und der hohen Wahrscheinlichkeit, damit die gefürchteten
Ergotamin-Kopfschmerzen zu induzieren, muß davor dringend gewarnt werden.
Zur prophylaktischen Behand lung der Clust ekopfschmerzen hat sich auch die wiederholte therapeutischen Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) wie bei der Akutbehandlung sehr bewährt. Manchmal wird auch in der schmerzseitigen Hinterkopfregion ein Schmerz angegeben, in diesem Fall blockieren (= betäuben) wir dann auch die Ner ven occipitales major und minor. Optimal ist diese Behand lung unter stationären Bedingungen, weil dann diese Behand lung konsequent 2x täglich, auch an Wochenenden, über einen Zeitraum von 2-3 Wochen durchgeführt werden kann. Unter dieser Behand lung fallen in der Regel die Schmerzat tacken zunehmend milder aus, um im Idealfalle allmählich wegzubleiben.
Nichtmedikamentöse Behandlung
bei Clust
ekopfschmerzen:
Anders als z.B. bei der M
igräne spielen bei diesen
Kop
fschmerzen
psychische Faktoren eine eher untergeordnete Rolle, so daß diesbezüglich nur
allgemeine Maßnahmen empfohlen werden können, so z.B. ein
Schmerzbewältigungstraining.Transkutane Nervenstimulationen mittels
Niederfrequenzgenerator über Klebeelektroden (TENS) haben nur selten
einen positiven Effekt.
Zu erwähnen wäre noch das clusterähnliche SUNCT-Syndrom.
1.3 Primäre Kopfschmerzen, die weder den M igräne- noch den Clust ekopfschmerzen zuzuordnen sind
Unter diesem Begriff fassen wir scheinbar eigenständige Kopfschmerzbilder wie Spannungskopfschmerz, ver tebragene oder zervikogene Kopfschmerzen (= von der Halswir belsäule ausgehende Kop fschmerzen), Ans trengungs-Kop fschmerzen, Okzipitalneuralgie (= Nervenschmerz im Bereich des Hinterkopfes) oder Hemicrania continua (= anhaltender Halbseitenkopfschmerz)) zusammen. Allen Formen gemeinsam ist die sehr variablen Krankheitszeichen, so daß eine eindeutige Diagnosezuordnung in vielen, wenn nicht in den meisten Fällen, willkürlich ist. Oftmals ist nicht einmal eine sichere Abgrenzung gegen Migräne - oder vasomotorische Kopfschmerzen (= von Blutgefäßen ausgehende Kop fschmerzen) möglich.
Spannungskopfschmerzen
(oft auch als
Kopfschmerzen vom
Spannungstyp bezeichnet):
Die Symptomatologie
(= die verschiedenen Krankheitszeichen) wird in der Literatur nicht einheitlich angegeben. Nach Meyer
(1989) ist die Lokalisation wechselnd, oft fronto/okzipital
(= im Sti
rn/Hinterhauptbereich
auftretend),
Soyka (1989) dagegen gibt als Schwerpunkt die Nack
en- und Hinterkopfregion an. Meist wird der Schmerzcharakter mit dumpf,
bohrend und spannend bezeichnet. In der Regel liegen die Beschwerden beidseits
vor.
Zur Differentialdiagnose von Kop fschmerzen (= zum Herausfinden um welche Kopfschmerzform es sich handelt) eignen sich Nervenblockaden (= Ner venbetäubungen). Während einer regelrechten Blockade der Ner ven supraorbitales, occipitales majores und minores sowie auriculotemporales (infiltrativ im Schläfenbereich) bleiben i.d.R. Kop fschmerzen vom Spannun gstyp weg, nicht aber vasomotorische Kopfschmerzen (= von Blutgefäßen ausgehende) oder posttraumatische Kopfschmerzen (= nach Verletzungen auftretende Kop fschmerzen), sofern diese auf meningeale (= hirnhautbedingte) Störungen zurückzuführen sind.
Zervikogene Kopfschmerzen
(vertebragene
Kopfschmerzen):
Der Unterschied zu Kop
fschmerzen vom Spannun
gstyp dürfte nur darin bestehen, daß mit
dem Begriff "ve
rtebragen"
(= wirbelsäulenbedingt)
lediglich auf eine mögliche Ursache bzw. einen Zusammenhang hingewiesen wird.
Die Schmerzausstrahlung verläuft vom
Nacken aufsteigend
zur
Stirn hin, nicht
selten tritt gleichzeitig ein
Nacken-Schulter-Arm-Syndrom auf.
Okzipitalneuralgie:
Die primäre, idiopath
ische
(= als eigenständige Erkrankung auftretende)
Okzipitalisneuralgie
ist selten. Es treten einseitig einschießende Kop fschmerzen im
Versorgungsgebiet des N. occipitalis major auf (Hinterkopf
bis Scheitelhöhe).
Die Diagnose einer
Okzipitalisneuralgie
wird durch eine probatorische
(= zur Klärung der Diagnose durchgeführte)
Nervenblockade mit
z.B. 1-3 ml Mepivacain (z.B.
Scandicain®1%) (=
mittellang wirkendes örtliches Betäubungsmittel)
gesichert. Wie bei der
Trigeminusneuralgie liegt häufiger eine atypische Form vor, gekennzeichnet
durch meist einseitig auftretende Kop
fschmerzen und längerfristige
Schmerzepisoden bis hin zu
Dauerschmerzen.
Hemicrania continua
(anhaltende
Halbseitenkopfschmerzen):
Diese Kopfschmerzart soll stets
einseitig und seitenkonstant als
Dauerkopfschmerzen
auftreten. Differentialdiagnostisch (= um herauszufinden um welche Kopfschmerzform es sich
handelt) zu verwerten ist, daß diese
Beschwerden nur auf
Indometacin (z.B. Indomet ratiopharm®) ansprechen (Sjastaad 1984).
Vermutlich handelt es sich hierbei ebenfalls um
Kopfschmerzen vom Spannungstyp, allerdings halbseitig auftretend.
Paroxysmale Hemikranie
(CPH):
Diese Erkrankung wurde
erstmals 1974 beschrieben. Charakteristische Merkmale sind streng einseitig
auftretende
Kopfschmerzanfälle
hauptsächlich im orbitalen
(= die Augenhöhle betreffend),
supraorbitalen (= die
Sti
rn betreffend) und/oder
temporalen (= die
Schlä
fe betreffend) Bereich und
einer Dauer von 2 bis 45 Minuten. Die
Schmerzanfälle
treten mindestens 5 mal pro Tag auf. Als Mittel der Wahl gilt auch hier
Indometacin (z.B. Indometacin-Ratio®), alternativ soll das
Piroxicamderivat Beta-Cyclodextrin hilfreich sein.
Raeder-Syndrom:
Diese
Kop
fschmerzen
sind im Versorgungsgebiet des Nervus ophthalmicus
(= oberer Gesichtsnerv)
lokalisiert. Die Symptomatik ist den
Clusterkopfschmerzen
ähnlich.
Neck-tongue-Syndrom (Nacken-Zungen-Syndrom):
Diese Kop
fschmerzen
treten attackenartig einseitig hinterkopfbetont auf und sind von einer
unangenehmen
Hypästhesie (=
herabgesetzte Empfindlichkeit) der
gleichseitigen
Zunge nhälfte begleitet.
Die Ursache ist nicht eindeutig geklärt, es wird eine Subluxation
(= unvollständige Ausrenkung)
des Atlanto-Axial-Gelenkes
(= das untere Kopfgelenk zwischen dem 1. u. dem 2. Halswirbel, ermöglicht
Drehbewegungen des Kopfes) vermutet (Bogduk
1981). Zur Behand
lung eignet sich eine engmaschige Blockadeserie
des Ganglion cervicale superius
(= eine vegetative Schaltstelle, paarig im hinteren
Rachen
bereich).
Kopfschmerztherapie:
Die Schwierigkeit genereller
Empfehlungen zur
Behand
lung
liegt darin, daß Kop
fschmerzen
in allen möglichen Variationen
auftreten, sowohl hinsichtlich der Intensität als auch der Periodizität
(= zeitliches Auftreten).
Die Kop
fschmerz -Charakteristika sind nicht nur von
Patient zu Patient verschieden, sondern können sich auch im Verlauf der
Erkrankung beim selben Patienten ändern, so daß dann jeweils die aktuelle
Behand
lung
angepaßt werden muß. Hinzu kommt, daß die verschiedensten Behandlungsmaßnahmen
sehr unterschiedlich wirken können. Was bei einem Patienten wirksam ist, muß dem
anderen noch lange nicht helfen, auch wenn scheinbar Diagnose und Symptomatik (= Krankheitszeichen) übereinstimmen. Letztlich gilt es also, für jeden Patienten eine
optimale individuelle
Behand
lung
zu erarbeiten, was sehr zeitaufwendig sein kann.
Medikamentöse
Schmerzbehandlung:
Die Behand
lung
primärer (= nicht auf eine sonstige Krankheit zurückzuführenden)
Kop
fschmerzen
mit
Medikamenten ist
und bleibt angesichts mangelnder kausaler
(= ursächlicher)
Therapiemöglichkeiten eine Notlösung, weshalb im Hinblick auf die
Nutzen-Risiko-Relation die Arzneimittelverordnung ständig überprüft und der
aktuellen Leidenssituation des Patienten angepaßt werden muß.
Genaue Kenntnisse über Nebenwirkungen und Kontraindikationen
(= Gegenanzeigen)
sind für eine optimale
Behand
lung
unabdingbare Voraussetzungen. Grundsätzlich gilt, daß
Schmerzmittel möglichst nicht auf Dauer verabreicht werden sollen. Die
Gefahr einer Gewöhnung oder gar
Abhängigkeit wird
durch Verordnung von Kombinationspräparaten noch gefördert. Besonders
gefürchtete Beimischungen sind Barbiturate, Kodein und Ergota
min.
Behandlung akuter Kop fschmerzen:
Für die
Behand
lung
primärer (= nicht auf eine sonstige Krankheit zurückzuführende)
Kop
fschmerzen
haben sich folgende Analgetika
(=
Schmerzmittel) bewährt:
Acetylsalicylsäure (z.B. ASS-ratiopharm®, Aspirin®), Paracetamol (z.B.
ben-u-ron®) und sog. nichtsteroidale Antirheumatika wie z.B. Ibuprofen (z.B.
Brufen®, Dolgit®). Besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind
die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®) oder
Etoricoxib (Arcoxia®), allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem
Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer.
Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt
genommen werden, wie schon andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Zusätzlich kann die Gabe eines zentralen Muskelrelaxans
(= ein Mittel zur
Muskelentspannung), z.B. Baclofen
(z.B. Lioresal®) hilfreich sein. Der akute Spannungskop
fschmerz spricht auch auf Ergotamingabe
an. Hinsichtlich der Verordnungshäufigkeit bestehen aber die gleichen Bedenken
wie bei der
Migränebehandlung.
Bei unzureichender Wirkung von Acetylsalicylsäure oder Paracetamol kann auch
Metamizol (Baralgin®, Novalgin®) versucht werden. Die i.v. Applikation
(= in eine Blutader
verabreicht) (langsam) führt zu einem
schnellen Wirkungseintritt. In seltenen Fällen kann allerdings die gefürchtete
Agranulozytose (=
Zerstörung bestimmter Blutzellen)
auftreten.
Alternativ kommt aus der Gruppe der zentral wirksamen
(= im Rückenmark bzw. Gehirn
wirkenden) Schmerzm
ittel bei Spannungskop
fschmerzen noch Tramadol (Tramal®) in
Frage, evtl. in Kombination mit einem peripher (= direkt im Schmerzbereich) wirkenden Schmerzm
ittel. Tilidin, selbst in Verbindung mit
Naloxon (Valoron N®) hat nach unseren Erfahrungen immer noch ein gewisses
Suchtpotential. Eine Entwöhnung bzw. ein
Entzug ist manchmal
sehr schwierig.
Opioide oder Opiate
(= morphinähnliche
Schmerzmi
ttel) sollten eher zurückhaltend verordnet werden.
Oftmals kann mit der
therapeutischen Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel bzw.
Lokalanästhetika)
in Form von
Nervenblockaden
(= Ner
venbetäubungen)
und Infiltrationen dominanter Schmerzareale prompt Schmerzfreiheit erzielt
werden. Nicht selten ist zu beobachten, daß auch bei einmaliger Anwendung die
Wirkung deutlich über die Wirkdauer des verwendeten örtlichen Betäubungsmittels
hinaus anhält.
Behandlung
subakuter oder chronischer Kop
fschmerzen:
Zur
Behand
lung
subakuter (= eher mäßiger)
oder chronischer Kop
fschmerzen
haben sich verschiedene
psychotrope Substanzen
(= Mittel, die auf die Psyche einwirken bzw. zu einer
Schmerzdistanzierung führen)
(z.B. Doxepin, Maprotilin) sehr bewährt. Primär kommen sie dabei wegen ihrer
schmerzdistanzierenden Wirkung zur Anwendung. Maprotilin (z.B. Ludiomil®) kommt
bei uns am häufigsten zur Anwendung und ist wegen der ausgeprägten dämpfenden
Wirkung besonders für unruhige Patienten geeignet. Amitriptylin (z.B. Saroten®)
ist stärker stimmungsaufhellend und mäßig dämpfend. Amitriptylinoxid (Equilibrin®)
ist eine biochemische Vorstufe des Amitriptylins und gilt als besser
verträglich. Doxepin (z.B. Aponal®, Sinquan®) eignet sich zur vegetativen
Harmonisierung, wirkt ausgesprochen depressionslösend und dämpfend. Diese
Substanz eignet sich auch zur Abschirmung eines Arzneimittelentzuges. Die
Dosierung erfolgt generell einschleichend.
Die genannten tri- und tetrazyklischen
Antidepressiva (=
Mittel gegen Depressionen) können
auch im Sinne einer Spannungskop
fschmerz -Prophylaxe
(= Vorbeugung)
eingesetzt werden. Oftmals behalten wir diese Medikation nach einer
erfolgreichen Behand
lung
für weitere 2-3 Monate bei, allerdings in reduzierter Dosierung (z.B. nur
abends).
In hartnäckigen Fällen hat sich die zusätzliche, niedrig bis mittel dosierte
Verabreichung eines
Neuroleptikum
s
(= Mittel zur
Beeinflussung der Psyche) bewährt.
Wir bevorzugen Levomepromazin (Neurocil®) in der Dosierung 3x3-15 Trpf.
Levomepromazin wirkt psychomotorisch
(= hinsichtlich Psyche und Bewegungsabläufe)
stark dämpfend, so daß es in Kombination besonders mit dem ähnlich wirkenden
Maprotilin vorsichtig dosiert werden muß.
Die Wirksamkeit von Serotonin-Antagonisten
(= Mittel, die dem
Gewebshormon Serotonin entgegenwirken)
wie Methysergid (Deseril®), Lisurid (Cuvalit®) und Pizotifen Sandomigran®,
Mosegor®) ist bei Kop
fschmerzen
vom Spannun
gstyp durch Studien bisher nicht belegt. Auch die Wirksamkeit der
Beta-Blocker (=
blutdrucksenkende Mittel, aber auch nachgewiesen hilfreich bei
M
igräne) wie z.B. Propanolol (z.B. Dociton®) und Metoprolol (z.B. Beloc®) ist bei
Spannungskop
fschmerzen wissenschaftlich bisher nicht
eindeutig nachgewiesen, sie können dennoch versucht werden.
Besonders bei Vorliegen einer "migränoiden" Begleitsymptomatik
(= z.B. Übelkeit, Licht- und
Lärmempfindlichkeit) ist als letzter
Therapieversuch auch der Einsatz von Triptane denkbar.
Zur Therapie der
Occipitalneuragie eignen sich
Antikonvulsiva (=
Mittel gegen die Fallsucht) so z.B.
Carbamazepin (z.B. Tegretal®). Oft besser wirksam sind aus dieser Gruppe
Gabapentin (z.B. Neurontin®) oder Pregabalin (Lyrica®), aber auch erheblich
teurer.
Das Mittel der Wahl bei
Hemicrania continua
(= anhaltender
Halbseitenkopfschmerz)
und bei der paroxysmalen
Hemikranie ist
Indometacin (z.B. Indometacin-hexal®).
Therapeutische Lokalanästhesie
(=
Betäubung bzw. Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel):
Die
Behand
lung
mit langwirkenden
Lokalanästhetika
(= örtliche Betäubungsmittel)
(Bupivacain, Etidocain) hat sich in der
Behand
lung
primärer (= nicht auf eine sonstige Krankheit zurückzuführende)
Kop
fschmerzen
sowohl bei akuten als auch bei subakuten oder chronischen Schmerzzuständen bei
uns bewährt (Leser et Hefermann,
Schmerzkl
inik Bad Mergen
theim 1990). Dabei werden
(stationär 1 bis 2 mal täglich) alle Ner
ven, die an der sensiblen Versorgung des
Schmerzbereichs beteiligt sind, an ihrem Austrittspunkt mit 1-2 ml blockiert.
Zusätzlich werden, falls betroffen, die Aurikulotemporalis- Region
(= Schläfengegend) und
korrespondierende Triggerpunkte
(= Schmerzreizpunkte) infiltriert. Von besonderer Bedeutung sind die myofaszialen
(= von Mus
keln und deren
Gewebsumhüllung ausgehende)
Triggerpunkte.
Bei hinterkopfbetonten Schmerzbildern, auch mit mehr oder weniger deutlicher
Beteiligung der Halswir
belsäule, führen wir in gleicher Sitzung
tiefe Infiltrationen der angrenzenden Mus
kulatur mit insgesamt etwa 4- 6 ml
durch.
Bei halbseitigen Kop
fschmerzen
vom Spannun
gstyp ist auch die wiederholte Betäubung des
Ganglion stellatum
(= vegetative Schaltstelle im
seitlichen Halsbereich) mit einem
langwirkenden
Lokalanästhetikum hilfreich. Im chronischen Stadium, aber auch
bei episodenhaften (=
von Zeit zu Zeit auftretenden)
Spannungskop
fschmerzen, wenn die schmerzfreien Intervalle nicht zu lange anhalten
(z.B. nicht mehr als 1 Woche), ist diese
Behand
lung
um so wirkungsvoller, je häufiger sie angewendet wird. Als optimal erwiesen sich
zwei Sitzungen pro Tag über einen Zeitraum von ca. 10-20 Tagen, was in der Regel
allerdings organisatorisch meist nur stationär möglich ist. Nicht selten kann
eine anhaltende deutliche Schmerzlinderung, oft auch Schmerzfreiheit, manchmal
sogar schon nach wenigen Sitzungen erreicht werden. Unter einer solchen
intensiven therapeutischen Lokalanästhesie kann in der Regel auch ein
Schmerzmittelentzug erfolgreich durchgeführt werden, sofern das Abusus-
(= Mißbrauch-)
oder Abhängigkeitsverhalten tatsächlich auf eine Schmerzbelastung und nicht etwa
auf ein psychisches Suchtpotential zurückzuführen ist.
Nichtmedikamentöse Behandlung:
Wie bei der
Migränebehandlung werden die folgenden Methoden vorwiegend ergänzend
eingesetzt, teilweise sind sie aber auch unverzichtbare Bestandteile der
Gesamttherapie.
Bei der Punkteauswahl zur
Akupunktur dominiert das Lenkergefäß, ein Meridian, der hinter dem Af
ter beginnt und sich über die Spitze der
Dornfortsätze der Wir
belsäule, über die Schädelmitte bis zur
Oberlippe erstreckt. Empfohlen werden hauptsächlich die Punkte 19, 23 und 25;
zusätzlich Punkte des Gallenblasen-Meridians im Kopfbereich, so z.B. 3 und 20 (Kossmann
et al. 1986).
Auch die transkutane Nervenstimulation mittels Niederfrequenzgenerator
über Klebeelektroden (TENS) hat sich bei
Kop
fschmerzen
bewährt. Mit dieser Methode lassen sich häufig Schmerzm
ittel einsparen, oftmals kann auf
zusätzliche Schmerzmitteleinnahme sogar verzichtet werden.
Wenn Kop
fschmerzen
mit Störungen im Bereich der Halswir
belsäule einhergehen, ist in der Regel
die Verordnung von physikalischen Therapiemaßnahmen (Fango, Massagen,
Wärmeapplikationen usw.) sowie Krankengymnastik hilfreich. Besonders zu
empfehlen sind Autoelongationsübungen. Manchmal kann auch durch eine manuelle
Lymphdrainage im Kop
f-/Halsbereich eine deutliche
Verbesserung erzielt werden.
Bewährt hat sich auch die wiederholte oberflächliche Kältebehandlung im Nack
en-/HWS-Bereich, evtl. auch unter
Einschluß der angrenzenden Schultermuskulatur. Im Rahmen einer Kurmaßnahme ist
bei Kop
fschmerzen
auch eine Hydrotherapie in Form von Wechselbädern und / oder Kneippschen
Güssen empfehlenswert. Auch
Biofeedback (=
Registrierung und Rückmeldung bioelektrischer Signale)
kann hilfreich sein.
Auch bei Kop
fschmerzen
hat sich die Vermittlung von Entspannungstechniken (Progressive
Relaxation nach Jacobson, Autogenes Training) sehr bewährt. Bei streßinduzierten
Kop
fschmerzen
ist ein
Streßbewältigungstraining hilfreich.
2. Sekundärer Kopfschmerz (symptomatischer Kopfschmerz):
Dieser Begriff bezeichnet Kop fschmerzen, die als Symptom auf eine faßbare organische oder psychische Ursache zurückzuführen sind. Die schematische Gliederung der möglichen Ursachen orientiert sich der besseren Übersicht wegen im folgenden am Symptom "Kop fschmerzen ".
2.1.
Kop fschmerzen
als (zunächst) einziges Symptom:
Diese Gruppe umfaßt mögliche Ursachen, bei denen typischerweise
Kop
fschmerzen
überhaupt oder zunächst als einziges Krankheitszeichen auftreten.
2.2. Kop
fschmerzen als Begleitsymptom
(= zusätzlich auftretendes Krankheitszeichen):
Neben
Kop
fschmerzen
sind in der Regel weitere Symptome für die exakte Diagnose richtungsweisend. Die
Kenntnis der möglichen Krankheitsbilder ist allerdings wichtig, da manchmal auch
in untypischer Weise
Kop
fschmerzen
als zunächst einziges Symptom auftreten können. Außerdem gilt es, andere
Begleitsymptome nicht zu übersehen.
2.2.1
Arteriitis temporalis
(Arteriitis
cranialis) (= En
tzündung der Schläfenschlagader):
Ursache ist die
Riesenzellarteriitis (Riesenzellenarteriitis),
die vorwiegend neben der A. temporal
is (=
Schlagader an der Schlä
fe) auch die A.
carotis externa (=
äußere Halsschlagader) und die A.
centralis retinae (=
Schlagader im Auge) befallen kann.
Die anhaltend bohrende, in ihrer Intensität wechselnde
Kop
fschmerzen,
hauptsächlich im Schläfenbereich, treten meist im Rahmen eines allgemeinen
Krankheitsgefühls auf. Häufig bestehen auch
Muskelschmerz und
Gelenkschmerz. Anhaltende
Schläfenschmerzen
sprechen relativ gut auf wiederholte Infiltrationen im Ausbreitungsgebiet des N.
auriculotemporalis mit lang wirkenden
Lokalanästhetika
(= örtlichen Betäubungsmittel) an.
Bei Befall der Kaumuskulatur tritt die typische Claudicatio mastica
toria (= Kaumuskelschwäche) auf. Die Blutsenkung ist regelmäßig stark erhöht.
Schon der Verdacht auf eine Ar
teriitis temporalis zwingt wegen der
Gefahr der Erblindung (Befall der A. centralis retinae) zur sofortigen
Kortisonbehandlung. Der Nachweis der Krankheit erfolgt histologisch
(= durch Gewebeuntersuchungen).
2.2.2 Folgende internistische Krankheiten können, wenn auch relativ selten, mit Kop fschmerzen einhergehen: Schilddrüsendysfunktion, Nebenniereninsuffizienz, Hypoglykämie, Hyperparathyreoidismus, Hypophysenadenom, Anämie (= Blutarmut), Panzytopathien, Leukämien, Angina pectoris, Aorteninsuffizienz.
2.2.3 Exogene Intoxikationen
(= durch äußere
Ursache entstandene Vergiftungen) (Soyka
1980):
Eine Vielzahl von Noxen
(= schädliche Substanzen) kann
Kop
fschmerzen
auslösen. Manche Autoren (z.B. Bing 1948) bezeichnen dieses Schmerzbild
als
vasomotorische Kopfschmerzen
(= von den
Blutgefäßen ausgehende Kop fschmerzen). Die
Schmerzsensationen nehmen meist innerhalb von Stunden zu, der Schmerzcharakter
wird oft als dumpf, bohrend und pulsierend angegeben. Häufige Lokalisation:
hinter den Augen, an St
irn, Sch
läfen und ringförmig um den ganzen
Schädel. Die Schmerzdauer hängt von der Dauer der Exposition
(= Zeitdauer der
Gifteinwirkung) ab.
Häufig liegt auch eine Mitbeteiligung des autonomen
(= unwillkürlichen)
Nervensystems in Form von Herzsensationen, Hyperhidrosis
(= starkes Schwitzen)
oder Schwindelgefühl vor. Die Vorgeschichte zeigt häufige Wiederholung des
Beschwerdebildes.
Medikamente.
Bei dieser Gruppe treten
Kop
fschmerzen
als Begleitsymptom oft schon in therapeutischer Dosierung auf, so daß man dann
allenfalls von einer relativen Intoxikation
(= Vergiftung) sprechen kann.
Folgende Wirkstoffe sind besonders zu erwähnen: Tetrazykline, Nitroglyzerin,
Nalidixinsäure und Indometazin. Nicht selten klagen Frauen über
Kop
fschmerzen
bei gleichzeitiger Kontrazeptivamedikation
(= Antibabypille).
Vitamin A -Überdosierung, oft als Folge einer Selbstbehandlung, ist ebenfalls zu
erwähnen.
Auch Sch
merzmittelmißbrauch
kann auf Dauer zu Kop
fschmerzen
(Schmerzmittel-Kopfschmerzen,
Analgitika-Kopfschmerzen)
führen. Häufig werden sogenannte "rezeptfreie"
Schmerzmittel im Rahmen einer Selbstbehandlung bevorzugt. Verstärkend wirken
Tranquilizer (=
Mittel zur Beruhigung) oder
barbiturathaltige Arzneimittel.
Die sog. kritische kumulative Wochendosis (= Menge die sich in einer Woche anhäuft),
bei deren Überschreiten die Ausbildung eines durch Medikamente hervorgerufenen
Kopfschmerzes droht, beträgt für Koffein 340 mg, Barbiturate 210 mg, Paracetamol
1875 mg, Pyrazolonderivate 1025 mg, Codein 60 mg und für ASS
(= bekannt als Aspirin) 1750 mg (Diener
1993). Es ist zu bedenken, daß sich hinter der Diagnose "Schmerzmittel-Kopfschmerzen"
auch eine
Migräne,
Kopfschmerzen vom Spannungstyp
oder sogar
Kombinationskopfschmerzen
verbergen können.
Der
Entzug von
Schmerzmittel
verursacht häufig die typischen
Entzugskopfschmerzen,
die etwa zwischen 3 und 10 Tagen anhalten. Meist bestehen vegetative
Begleitsymptome wie Schwindel, Übelkeit, Schlaflosigkeit, aber auch innere
Unruhe. Auffallend ist, daß Schmerzmittelkop
fschmerzen
ungleich häufiger bei Patienten auftreten, bei denen die ursprüngliche
Schmerzquelle, wegen der Schmerzm
ittel überhaupt eingenommen wurden, ebenfalls
Kop
fschmerzen
sind. Diese Beobachtung läßt vermuten, daß Kopfschmerzpatienten hinsichtlich der
Ausbildung eines Schmerzm
ittel-Kopfschmerzes deutlich
empfindlicher reagieren als Patienten, die wegen anderer, nicht im Kop
f lokalisierter, chronischer
Schmerzsyndrome
einen
Schmerzmittelabusus
betreiben.
Ähnliches gilt auch für den Analgetika-Entzugskop
fschmerz.
Diesen sehen wir hauptsächlich bei Patienten mit chronischen
Kop
fschmerzen.
Ergotaminmißbrauch
führt ebenfalls zu
Dauerkopfschmerzen,
die sich bei Migränikern dem ursprünglichen Schmerzbild aufpfropfen, wodurch
Kombinationskopfschmerzen
entstehen. Die sog. kritische kumulative Wochendosis
(= Menge die sich in einer Woche anhäuft)
liegt für Ergotamintartrat bei 5 mg und für Dihydroergotamin bei 7 mg (Diener
1994). Der
Entzug von Ergotam
in verursacht analog zum
Schmerzmittel-Entzug
ebenfalls Beschwerden, vor allem aber treten in dieser Phase heftigste
Migräneattacken
gehäuft auf.
2.2.4
Posttraumatische Kopfschmerzen:
Der sogenannte post
traumatische
(= nach einer Verletzung auftretende)
Kop
fschmerz kann prinzipiell nach jeder Verletzung
im Kop
f-/Nackenbereich auftreten. Weder die Art der
Verletzung noch das Ausmaß der Gewebsdestruktionen korrelieren mit der
Intensität und der Dauer dieser
Kop
fschmerzen.
So kann ein vergleichsweise harmloses
Schleudertrauma (Beschleunigungstrauma,
Beschleunigungsverletzung)
ohne objektivierbare krankhafte Veränderung zu heftigsten
Kop
fschmerzen
führen, während Patienten mit einem ausgedehnten Schädelbasisbruch nach
Ausheilung völlig kopfschmerzfrei sein können.
Behandlung
der sekundären (= auf eine Grundkrankheit zurückzuführenden)
Kop
fschmerzen:
Grundsätzlich gilt es, die
herausgefundene Schmerzursache ursächlich zu behandeln bzw. zugrundeliegende
Noxen (= schädliche
Stoffe) wegzulassen. Intermittierend
(= zeitweilig),
bis z.B. eine kausale
(= gegen die Ursache
gerichtete)
Behand
lung
wirksam wird, können Schmerzm
ittel verabreicht werden.
Kann die ursächliche Krankheit nicht oder nicht mehr erfolgreich therapiert
werden (z.B. fortgeschrittener Hirntumor), können Behandlungsmaßnahmen wie bei
primären Nicht-
M
igräne- oder
Bing-Horton-Kopfschmerzen
versucht werden.
Die Behand
lung
bei der
Arteriitis temporalis (Arteriitis
granulomatosa)
(= En
tzündung der Schläfenschlagader) besteht in sofortiger Verabreichung von Kortikosteroiden. Als
Einstiegsdosis werden 100mg Prednisolon täglich empfohlen, jeweils nach 5 Tagen
wird dann um 10 mg reduziert. Der therapeutische Fortschritt kann an der
Blutsenkung ersehen werden.
Wenn ein
Analgetikamißbrauch
(=
Schmerzmittelmißbrauch)
tatsächlich auf ein chronifiziertes Schmerzsyndrom und nicht etwa auf ein
eigendynamisches Suchtpotential zurückzuführen ist, besteht die
Behand
lung
der daraus resultierenden
Schmerzmittel-Kopfschmerzen in sofortigem Absetzen des Schmerzmittels und
nicht etwa in ausschleichender Dosisreduzierung. Da mit dieser Maßnahme ja die
Schmerzquelle, wegen der die Schmerzm
ittel überhaupt eingenommen wurden, nicht
ausgeschaltet wird, muß die
Behand
lung
derselben mit anderen Mitteln fortgesetzt werden, denn es macht ja wenig Sinn,
in dieser Situation wieder auf (andere) Schmerzm
ittel zurückzugreifen. Als alternative
Behand
lung
eignet sich in besonderem Maße die wiederholte Verabreichung eines langwirkenden
örtlichen
Betäubungsmittels (z.B. Bupivacain) in Form der therapeutischen
Lokalanästhesie. Parallel zum Entzug verordnen wir zur Abschirmung
möglicherweise auftretender vegetativer Entzugserscheinungen Trimipramin
(Stangyl®), initial i.v..
Nicht selten besteht gleichzeitig auch ein Benzodiazepin-Mißbrauch. Eine
diesbezügliche Entzugssymptomatik kann mit Carbamazepin oder Valproinsäure
behandelt werden (Apelt et al. 1992).
Die
Entzugsbehandlung bei
Analgetikaabusus
(=
Schmerzmittelabusus
bzw. -mißbrauch) erfordert intensive
ärztliche Interventionen, was in der Regel nur im Rahmen einer stationären
Behand
lung
durchführbar ist (Schmerzzentrum,
Schmerzklinik).
"Psychoge
ne"
(= psychisch verursachte)
Kop
fschmerzen
sollte stationär psychosomatisch orientiert behandelt werden. Da die betroffenen
Patienten fast regelmäßig auf einer körperlichen Ursache ihrer Schmerzen
"bestehen", ist es nicht sinnvoll, sofort in die Psychotherapie einzusteigen,
man riskiert damit nur, daß der Patient die
Behand
lung
abbricht. Indem wir mit einer täglichen therapeutischen Lokalanästhesie im
Kopfbereich beginnen, geben wir dem Patienten das Gefühl, daß auch wir an die
körperliche Entstehung seiner Schmerzen glauben. Gleichzeitig aber bestehen wir
darauf, daß der Patient an Einzelentspannungsübungen wie z.B. autogenem Training
teilnimmt, was meist auch eingesehen und toleriert wird. Der Psychotherapeut,
der auch das autogene Training durchführt, erhält so die Gelegenheit, die
Patienten kennenzulernen und Vertrauen zu bilden, um auf dieser Basis allmählich
in
psychologische / psychotherapeutische Interventionen einsteigen zu können.
Hilfreich ist auch eine 3-4 tägige psychovegetative Entspannung durch eine
sogenannte "Schlafkur". Zur wiederholten Schlafinduktion verwenden wir 1-2 mg
Flunitrazepam (Rohypnol ®), zusätzlich geben wir 1-2 mal täglich 40 mg
Prothipendyl (Dominal forte ® ). Eine weitere Interventionsmöglichkeit bietet
die Verabreichung psychotroper schmerzdistanzierender Substanzen
(= Mittel zur Behandlung
der Psyche, aber auch bei Schmerzen hilfreich).
In der Klinik sehen wir den Kombinationskopfschmerz immer häufiger, wobei eindeutig die Kombination eines primären (= als eigenständiges Krankheitsbild auftretenden) (hauptsächlich M igräne) mit einem sekundären (= als Folge einer Erkrankung oder "Vergiftung" auftretenden) (hauptsächlich Analgetikakopfschmerzen) Kop fschmerz dominiert. Bei Beteiligung eines Schmerzm ittel- Kopfschmerzes kann oftmals die Ursprungskomponente erst nach einer Entzugsbehandlung diagnostiziert werden, weil erst dann die ursprüngliche spezifische Symptomatik wieder in den Vordergrund rückt. Kombinationskopfschmerzen treten fast immer als Dauerkopfschmerzen auf.
Die Kombinationen
1. Migräne und Kopfschmerzen vom Spannungstyp, wobei die einzelnen Komponenten entweder gemeinsam oder zeitlich voneinander getrennt auftreten können. Da die Einzelsymptome fließend ineinander übergehen können, lassen sich nicht in jedem Falle die Einzelkomponenten trennen. Häufig kommen die Patienten mit der Hilfsdiagnose "migränoide Kephalgie" (= migräneartige Kopfschme rzen).
2. Mig räne und Schmerzmittel-/Ergotaminkopfschmerzen. Bei dieser Kombination dominiert als zweite Komponente aufgrund eines Schmerzm ittel- oder Ergotaminabusus (= mißbräuchliche Anwendung von Ergota min) ein vasomotor ischer (= von Blutgefäßen ausgehender) Schmerztyp, also dumpf und pulsierend. Ein unflankierter Entzug des Ergotamins (= in dem als alleinige Maßnahme das Ergota min weggelassen wird) führt häufig zu statusartigen (= anhaltenden) Migräneanfälle n.
3. Spannungs- und Schmerzmittelkop fschmerzen. Anamnestisch (= in der Vorgeschichte) traten die ursprünglichen Kop fschmerzen vom Spannun gstyp früher sehr häufig, oft täglich auf und zwangen so zu häufiger Schmerzmitteleinnahme, wodurch sich schleichend zusätzlich Schmerzmittelkop fschmerzen ausbildeten. Aktuell geben die Patienten meist Dauerkopfschmerzen mit wechselnder Intensität an.
4. Andere Kombinationen sind möglich, jedoch seltener, so z.B. vertebragene Kopfschmerzen (= von der Halswir belsäule ausgehender Kopfschmerz en) und Schmerzm ittelkopfschmerzen.
Behandlung der Kom binationskop fschmerzen:
1. Zur Behand lung der Kombination von M igräne und Kop fschmerzen vom Spannun gstyp gilt als Mittel der Wahl die parallele Medikation mit einem Beta-Blocker (= eigentlich ein Blutdruckmittel, wirkt aber auch gegen M igräne) und einem Antidepressivum (= Mittel gegen Depression, aber auch bei Kop fschmerzen hilfreich). Wir bevorzugen Propanolol (z.B. Dociton ®), 160-240 mg/d und Maprotilin (z.B. Ludiomil ®), bis 150 mg/d. Für die akute und subakute Behand lung hat sich die therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) im Kopfbereich bewährt. Je nach aktueller Schmerzsituation können auch Schmerzm ittel verabreicht werden.
2. Bei allen Kombinationen, die mit einem
Ergotamin- bzw.
Schmerzmittelabusus
(= mißbräuchliche
Anwendung von
Schmerzmi
ttel
bzw. Ergo
tamin)
einhergehen, wie die Kombinationen M
igräne und Ergota
min- oder
Schmerzmittel-Kopfschmerzen,
steht zunächst die
Entzugsbehandlung
im Vordergrund. Wegen des gefürchteten Entzugskopfschmerzes sollte die
Behand
lung
stationär in einer
Schmerzklinik erfolgen.
Nach unserer Erfahrung läßt sich ein En
tzug besonders erfolgreich mit Trimipramin (Stangyl ®)
(= ein Mittel primär zur
Behandlung der Psyche, wirkt aber auch schmerzlindernd) bewerkstelligen. Die sonst ca. 3-10 Tage anhaltenden
Entzugskopfschmerzen
sprechen in der Regel zuverlässig auf die wiederholte (1 bis 2 mal tägliche)
therapeutische Lokalanästhesie im Kopfbereich an.
Die Behand
lung
mit einem
örtlichen Betäubungsmittel
ist in dieser Situation die optimale Lösung, da es wenig sinnvoll ist, den
Entzugskop
fschmerz wieder mit (anderen) Schmerzmitteln behandeln zu wollen. Da die
Da die
therapeutische Lokalanästhesie auch zur prophylaktischen
(= vorbeugenden)
Migränetherapie
geeignet ist, tritt die ursprüngliche M
igräne nach einem erfolgreichen Entzug oft nur noch in abgeschwächter
Form auf.
Bei nicht ausreichender Wirkung kann immer noch zusätzlich ein Betablocker
(= Blutdruckmittel,
das auch bei M
igräne
hilft) (z.B. Propanolol) oder ein
Serotonin-Antagonist
(= ein dem Gewebshormon Serotonin entgegenwirkendes Mittel)
verabreicht werden.
3. Die
Behand
lung
der Kombination Spannun
gs- und Schmerzm
ittelkopfschmerzen erfolgt analog zu 2. Zunächst beginnt man wieder die
Entzugs-Behandlung
mit Trimipramin (Stangyl®) unter dem Schutz einer wiederholten
therapeutischen Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw.
Lokalanästhetika). Im Zuge einer stationären
Behand
lung
führen wir diese dann 2x täglich noch ca. 10-14 Tage konsequent weiter.
Zur
Schmerzprophylaxe
(=
Schmerzvorbeugung)
von Spannun
gskopfschmerzen ist die Einleitung einer schmerzdistanzierenden
psychotropen Medikation
(= Mittel zur Behandlung der Psyche, wirkt aber auch
gegen Schmerzen) sinnvoll. Dazu
tauschen wir dann später Trimipramin (Stangyl®) gegen Maprotilin (z.B.
Ludiomil®) oder Doxepin (z.B. Aponal®) aus.
4. Vom Prinzip her gelten die beschriebenen
Therapiemaßnahmen auch für andere Kombinationen. Ist eine Komponente
Schmerzm
ittel-
Kop
fschmerzen,
so erfolgt immer zunächst der En
tzug, danach wird das ursprüngliche Kop
fschmerzsyndrom behandelt. In der Praxis
ist es allerdings oft nicht einfach, einen Kombinationskop
fschmerz zu erkennen, besonders wenn eine
langjährige chronische Verlaufsform vorliegt.
Auch wenn wir nicht sicher sind, daß Schmerzm
ittel- (oder Ergota
min-)
Kop
fschmerzen
vorliegen, dies aber aufgrund des aktuellen Medikamentenverbrauchs theoretisch
möglich erscheint, führen wir die beschriebene
Entzugsbehandlung durch, wobei wir die gewohnte, bisherige
Schmerzmittelmedikation sofort absetzen. Nicht selten bleiben
Kop
fschmerzen
nach dieser Behand
lung
völlig weg, so daß dann nicht einmal mehr im nachhinein eine differenzierte
Diagnose gestellt werden kann.
Therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel) im Bereich des
Kopfes zur En
tzugsbehandlung:
Blockade aller Ner
ven, die an der sensiblen Innervation
(= Versorgung) des Schmerzbereichs
beteiligt sind (infrage kommen die Ner
ven supraorbitales, occipitales majores et minores), mit 1-2 ml z.B.
Bupivacain 0,25-0,5% an ihren Austrittspunkten, 1 bis 2 mal täglich. Zusätzlich
werden, falls betroffen, die Aurikulotemporalis- Region
(= Schläfenbereich)
und korrespondierende Triggerpunkte
(= Schmerzreizpunkte)
infiltriert. Von besonderer Bedeutung sind die myofaszialen
(= Mus
keln und deren
Gewebsumhüllung betreffende)
Triggerpunkte.
Bei hinterkopfbetonten
Kop
fschmerzen,
auch mit mehr oder weniger deutlicher Beteiligung der Halswir
belsäule, unabhängig davon wie die
Kop
fschmerzen
nach den obengenannten Kriterien klassifiziert wurden, führen wir in gleicher
Sitzung tiefe Infiltrationen der paravertebralen
(= an die Wir
belsäule angrenzenden)
Mus
kulatur mit insgesamt etwa 4- 6 ml durch.
Grundsätzlich sind auch bei den verschiedenen Kombinationskop fschmerzen nichtmedikamentöse Therapieverfahren sinnvoll, so z.B. die transkutane (= über die Haut verabreichte) elektrische Nervenstimulation mittels Klebeelektroden und Biofeedback (= Registrierung und Rückmeldung bioelektrischer Signale), insbesondere aber auch psychologische Interventionen (z.B. Erlernen von Entspannungstechniken, Schmerzbewältigung).
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Aktualisiert:
>12.01.2007</> sB
A
Akupunktur (www.stumpfschmerz.de/akupunktur),
ambulante Schmerztherapie,
Amputation,
Analgetikamißbrauch,
Anlaufschmerz,
Antiaging Klinik,
Antidepressiva (www.anti-depressiva.de),
B
Bandscheibenschaden,
Behandlung bei
Cluster-Kopfschmerz,
Behandlung bei Kopfschmerzen, Biofeedback (www.bio-feed-back.de),
Borreliose (www.bor-reliose.de),
Brustamputation,
Brustwand (www.brustwand.com),
C
Chronischer Schmerz (www.schmerz-chronischer.de)
(1),
chronischer-schmerz (www.chronischer-schmerz.org),
Cephalalgia,
D
Daumensattelgelenk (www.daumensattelgelenk.de),
Diskektomie,
Diskopathie,
Durchbruchschmerzen,
Durchblutungstörung,
Dysästhesie,
E
Eigenhypnose,
Ellenbogen (www.ellenbogen-info.de),
EMDR (www.em-dr.de),
Entzündung,
Entzug,
Entzugsbehandlung,
Epidurale Blockade (Peridurale
Blockade)
F
Fersenbein (www.fersenbein.de),
Fortbildung Spezielle Schmerztherapie,
Fortbildung Anästhesie und
Schmerztherapie (www.anaesthesie-cme.de)
G
Ganglion stellatum,
Behandlung bei Gesichtschmerzen,
Grenzstrangblockaden,
Gürtelrose-Schmerzbehandlung
H
Herpes zoster-Erkrankungen,
Hinterkopf (www.hintekopf.org),
Hüftgelenk (www.hueftgelenk.org),
Hypästhesie,
Hyperalgie,
Hyperpathie,
Hypnose bei Schmerz,
Hypnosebehandlung,
Hypnotherapie,
Hypnobehandlung (www.hypnobehandlung.com)
I
Imagination,
Interpleurale Blockade,
Interkostalblockaden, invasive
Schmerztherapie,
Ischämie (www.ischämie.com
/ www.xn--ischmie-8wa.com),
Ischias,
Ischämieschmerz,
Iliosacralgelenk,
K
Kaudale-Blockade (Sakrale Blockade),
Kniegelenk (www.kniegelenk.biz),
kontinuierliche
Nervenblockade des
Nervus supraorbitalis,
Plexus
brachialis,
Nervus ulnaris,
Nervus medianus,
Nervus radialis,
Nervus intercostalis (Ramus ventralis),
Nervus femoralis
und Plexus lumbalis,
Nervus ischiadicus,
Nervus peroneus communis,
Kopfschmerz
-
Info (www.kopfschmerz-info.com),
Kopfschmerzbehandlung,
Kopfschmerzerkrankung (www.kopfschmerzerkrankung.de), Kopfschmerzmittel
(www.kopfschmerz-mittel.de),
Kopfschmerzprophylaxe,
Kopfschmerzbehandlung (www.kopfschmerzbehandlung.de), Kopfschmerztherapie,
Krebsleiden,
Krebspatienten,
Kreuzdarmbeingelenk,
L
Leitungsblockaden,
Lokalanästhetica,
Lokalanästhetika (www.lokalanaesthetika.de),
Lokalanästhetikum,
Lyme-Erkrankung (www.lyme-erkrankung.de),
M
Magnetfeldtherapie (www.1-magnetfeldtherapie.de),
Mammaamputation,
medikamentöse
Schmerzbehandlung,
medikamentöse Schmerztherapie,
Migränebehandlung,
Migränemittel (www.migraenemittel.org),
Migränevorbeugung,
Migränetherapie,
Mittel gegen Kopfschmerz,
Mittel gegen
den Schmerz,
N
Neoplasma,
Nervenblockaden,
Nervendurchtrennung,
Nervenerkrankung,
Nervenwurzelblockaden,
Nervenwurzelreizung,
Neuroleptika (www.neuro-leptika.de),
Neurolinguistisches Programmieren
O
Opiat-Analgesie,
Opiattherapie,
Opioid,
Osteoporoseschmerz
P
Pallanästhesie,
Parästhesie,
Prophylaxe bei Migräne,
Psychologische
Schmerzbehandlung (www.schmerzbehandlung-psychologische.de),
psychologische Schmerztherapie (1),
psychologische
Schmerztherapie
(www.schmerztherapie-psychologische.de) (2),
Q
Querschnittsyndrom
R
Rektumresektion,
Rücken-Schmerz-Behandlung,
S
Schambein (www.schambein.com),
Schmerz (www.1-schmerz.de)(1),
Schmerz (www.bing-horton.de/schmerz)(2),
Schmerzakupunktur,
Schmerz bei Gürtelrose /
Schmerz nach Gürtelrose,
Schmerzanamnese,
Schmerz-chronischer,
Schmerzmittel (www.schmerzmittel.net),
Schmerzbehandlung bei
Dorsalgie,
Schmerzbehandlung bei Karzinom,
Schmerzbehandlung bei Krebs,
Schmerzbehandlung
bei Malignom,
Schmerz-Behandlungen,
Schmerzbewältigung,
Schmerzbewältigungstraining (www.schmerztherapie-psychologische.de/schmerzbewaeltigung),
Schmerzanalyse,
Schmerzerkrankung,
Schmerzforum (www.schmerzforum.net),
Schmerzklinik (www.schmerzklinik-1a.de) (1),
Schmerzklinik (www.schmerzklinik-1.de) (2),
Schmerzklinik (www.schmerzklinik.biz)
(3),
Schmerzkliniken
(www-1-schmerzkliniken.de) ,
Schmerzkrankheit,
Schmerzmedikamente,
Schmerzmittel und Kopfschmerz,
Schmerzmittelmißbrauch,
Schmerzproblem,
Schmerzprophylaxe,
Schmerzstörung (www.schmerzstoerung.de),
Schmerzsyndrome,
Schmerztherapeut,
Schmerztherapie (www.1-schmerz.de/schmerztherapie) (1),
Schmerztherapie (www.schmerztherapie.li) (2),
Schmerztherapie (www.schmerztherapie.co.uk)
(3),
Schmerztherapie
(4), Schmerztherapie bei
Dorsalgie, Schmerztherapie bei
Fibromyalgie,
Schmerztherapie bei Tumor,
Schmerztherapien,
Schmerztherapie-psychologische,
Schmerztherapie-spezielle,
Schmerz-Rehabilitation,
Schmerz-Zentrum,
Schulter (www.schulter-info.de),
Selbst-Hypnose,
Selbsthynose (www.selbst-hypnose.com),
somatoforme Schmerzstörung,
Spezielle Schmerztherapie
(1)
(www.schmerztherapie-spezielle.de),
Spezielle Schmerztherapie
(2)(www.spezielle-schmerz-therapie.de),
Spontanschmerz,
Schmerzzentrum (www.schmerzzentrum.biz), Spinale Blockade,
Stationäre Rehabilitation,
Stationäre Schmerztherapie,
Steuer (Steuertip),
Streßbewältigungstraining
(http://www.stressbewaeltigungstraining.eu),
Streß und Schmerz (www.stress-schmerz.de) ,
stationäre
Schmerzbehandlung,
Synalgie,
T
Therapie bei Gesichtschmerz,
Therapie bei
Nackenschmerz,
Therapie bei Kopfschmerz,
Therapie bei einem
Handgelenkschmerz,
Therapeutische
Lokalanästhesie,
Therapie bei Krebsschmerz,
Therapie bei
Migräne,
Therapie bei Schmerz,
Tumorleiden,
Tumorpatienten, Tumorschmerzen (www.tumor-schmerzen.de),
U
Überlastungssyndrom,
V
Vorbeugung der
Migräne,
Vulvodynia
W
Weiterbildung Spezielle Schmerztherapie,
Wurzelblockaden,
Wurzelreizungen,
Z
zentraler Schmerz,
Zentrum
für Schmerztherapie (www.xn--zentrum-fr-schmerztherapie-6zc.de),
Zu Schmerzthemen, die Körperbereiche oder Organe betreffen, gelangen Sie hier
Hier gelangen Sie zu einem kompetenten Schmerzforum: link: www.schmerzforum.net
Links zu empfehlenswerten Einrichtungen:
www.norderney-insel-hotel.de/norderney-hotel
www.norderney-insel-hotel.de
Schmerzklinik:
www.schmerzklinik-1.de,
www.schmerzklinik.biz ,
www.schmerzklinik.com,
www.schmerz.com
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www.kopfschmerzen-behandlung.de
http://www.kopfschmerzen-behandlung.de/entzugskopfschmerzen
http://www.kopfschmerzen-behandlung.de/kopfschmerzanfall
http://www.kopfschmerzen-behandlung.de/paroxysmale-hemikranie
http://www.kopfschmerzen-behandlung.de/migraene-anfall aktualisiert:
>30.04.2006</> k u